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ARCHÄOLOGIE
IN BRUNN AM GEBIRGE
LANGOBARDISCHES
GRÄBERFELD
Das
Gräberfeld wurde 1997 bei der Erforschung der
jungsteinzeitlichen
Siedlung Brunn am Gebirge, Flur Wolfholz
entdeckt.
Nach Entfernung der
Humusschicht kamen
45 Grabverfärbungen ans Tageslicht.
Die Gräber waren annähernd West-Ost orientiert. Die
Blickrichtung der Bestatteten war in Richtung aufgehender
Sonne. Die Gräber wurden bald nach der Grablege beraubt.
Bei etwa der Hälfte der Gräber konnte man noch Hinweise auf
einen Holzsarg finden. Die Tiefe der Gräber schwankte
zwischen 0.80 m. und 2.60 m. (mit Humusschicht).
Fünf Grabgruben waren gänzlich leer, 3 Gräber enthielten
noch
Beigaben oder Reste der Tracht, jedoch keine Skelettreste.
Bei 6 Gräbern waren Skelettreste, aber keine Beigaben vorhanden.
Im gesamten Gräberfeld wurde nur eine Doppelbestattung
gefunden.
Die beiden erwachsenen Männer wurden in einer
nur einen Meter tiefen Grabgrube übereinander liegend bestattet.
Es ist auch das einzige Grab, bei dem keine antike Grabstörung
beobachtet
werden konnte. Das Geschlechterverhältnis bei den
Skeletten lautet
1:1, es wurden gleich viele männliche wie weibliche Individuen gefunden,
die Mehrzahl der Bestatteten starb noch vor
Erreichen des 40.Lebensjahres.
Die Skelette wurden im Naturhistorischen Museum Wien,
Abteilung für archäologische Biologie und Anthropologie
untersucht.
Das Fundmaterial des Gräberfeldes wird von Grabungsleiter
Peter Stadler
im Rahmen einer Seriation langobardischer
Grabfunde bearbeitet.
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