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Brunn / Gebirge
archäologisch

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BRUNN AM GEBIRGE

Brunn / Geb. liegt weinige Kilometer vom südlichen Wiener Stadtrand entfernt.

Brunn am Gebirge liegt am Ostabfall des Wienerwaldes zum Wiener Becken.
Zwischen Wien und Mödling gelegen, zählt es zu den ältesten bäuerlichen Siedlungen Österreichs. Jungsteinzeitliche Funde beweisen, dass der Ort
schon vor 7.6oo Jahren bewohnt war. Weitere archäologische Funde zeigten,dass der Ort auch von Römern, Langobarden und Awaren besiedelt war.
 


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ARCHÄOLOGIE IN BRUNN AM GEBIRGE

LANGOBARDISCHES
GRÄBERFELD

DIE JUNGSTEINZEIT IN BRUNN AM GEBIRGE
Seit 1989 führt das Naturhistorische Museum Wien unter Leitung des
Prähistorikers Peter Stadler in der Flur Wolfholz am Ortsrand von Brunn am
Gebirge archäologische Untersuchungen durch. Die Zeitstellung der
neolithischen Funde ist die sogenannte Linearbandkeramik ( kurz LBK
genannt ). Kennzeichnend für das LBK sind die sogenannten Langhäuser.
Mehrräumige Holzhäuser mit Lehmbewurf und Satteldach. Es ist die Zeit
der Anfänge der bäuerlichen Kultur, des Ackerbaues und der Tierhaltung.
Durch Ausgrabungen und durch geomagnetische Messungen
konnten bisher über 60 Langhäuser lokalisiert werden.

Neolithisches Langhaus - Rekonstruktion
Rekonstruktion eines LBK-Langhauses, so wie sie vor 7.6oo Jahren in
Brunn am Gebirge gestanden sind. Zu sehen im Urgeschichte Museum
Asparn an der Zaya ( Niederösterreichisches Landesmuseum ).

DIE RÖMER IN BRUNN AM GEBIRGE
Aus der Zeit der Römer sind in Brunn vor allem Grabsteine erhalten
geblieben. Diese sind im Brunner Heimathaus zu besichtigen.
Hervorzuheben ist die hierzuland einzig bekannte Darstellung einer Frau
mit einheimischer Tracht und einen keltischen Torques auf einen
Grabdenkmal.

DIE AWAREN IN BRUNN AM GEBIRGE
Die Awaren in Brunn am Gebirge waren längst keine Nomaden mehr, die, wie
ihre in ihrer asiatischen Heimat in Zelten wohnend, samt ihren Familien und
Viehherden von Weide zu Weide zogen. Auf ihrer langen Wanderung hatten
sie zum Teil eine sesshafte bäuerliche Lebensform abgenommen, zum Teil
sind sie zu einer Kriegerkaste mit militärischer Struktur geworden.
In der Umgebung von Brunn lagen Reitereinheiten die die Nordwestgrenze
des Awarenreiches sicherten. In Brunn wurden aus awarischer Zeit 2 Abfallgruben
und 3 Brunnen gefunden. Eine von Grabungsleiter
Peter Stadler in Auftrag
gegebene dendrochronologische Untersuchung brachte als Ergebnis
das Jahr 681.

Awarische Mantelschliesse aus dem benachbarten Mödling.

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